05.05.2015
GRÄPER liefert Ortsnetzspeichergebäude an die EWE NETZ GmbH – erfolgreiche Inbetriebnahme erfolgt
Ahlhorn / Oldenburg / Altenoythe, 21. April 2015. GRÄPER liefert wärmegedämmte Gebäudelösung mit hochwertiger SCS-Klimatechnik und GSN-Brandschutzkonzept für Lithium-Ionen-Speicher der EWE NETZ. Im Dezember 2014 hievte ein 400-Tonnen Kran die 46-Tonnen schwere Station an ihren Standort in Altenoythe. Nun ist die Testphase erfolgreich abgeschlossen und die Inbetriebnahme erfolgt.
Nach zweijähriger Entwicklungszeit konnte in diesen Tagen der erste Energiespeicher von EWE NETZ erfolgreich in Betrieb genommen werden. Das knapp sechs Meter lange und drei Meter breite Gebäude der Station wurde von den GRÄPER-Ingenieuren für die Aufnahme von Lithium-Ionen-Zellen entwickelt und genau auf den Einsatz als Batteriespeicher zugeschnitten. Der Baustoff Beton bietet, als ressourcenschonender natürlicher Baustoff, gerade bei den Batteriestationen einzigartige Vorteile, was Sicherheit, Energieeffizienz und Langlebigkeit betrifft. Die besondere Herausforderung lag dabei in der baulichen Umsetzung des Klimakonzepts, der hohen Anforderung an die Energieeffizienz der Batteriestation und den Einbruchsschutz. Auch mussten besondere Brandschutzbedingungen erfüllt werden.
Der Ortsnetzspeicher hat eine Speicherleistung von 200 kW für das Ein- und Ausspeichern von Energie und verfügt über eine Speicherkapazität von 270 kWh. Unter Führung von EWE NETZ wurde der Ortsnetzspeicher gemeinsam mit der ABB AG Deutschland und der SCS Schweigatz entwickelt. Er ist Teil des Forschungsprojektes www.green2store.de .
Wärmegedämmte Sandwichkonstruktion und aufwändige Klimatechnik
Um möglichst wenig Energie für die Klimatisierung zu benötigen, wurde die
Station hochgedämmt. GRÄPER verwendete hier eine besondere Sandwichkonstruktion
mit einer zwischen den Schalen liegender Dämmung. Gleichzeitig ermöglicht diese
Konstruktionsweise von außen eine äußerst robuste Betonschale, die einen sehr
hohen Einbruchsschutz bietet. Ein weiterer Vorteil dieser Bauweise ist der
Gestaltungsspielraum bei der Fassade sowie der hohe Feuerwiderstand. Zusätzlich
wurde der Keller wärmegedämmt.
In die Station wurde ein klimaführender Doppelboden eingebaut, d. h. die kalte
Luft wird im Boden geführt und tritt über Lüfterplatten in den Batterieraum.
Die warme Luft wird oben in der Station angesaugt und zurückgeführt. Reicht die
freie Kühlung nicht aus, wird zusätzlich über eine Klimaeinheit gekühlt. Selbst
die Abwärme des Umrichters ist Teil des Klimakonzepts und wird über eine
Wärmepumpe genutzt.
Bei GRÄPER erfolgten die komplette Fertigung
und die Ausrüstung der Stationen wetterunabhängig in hochmodernen Werkhallen.
Die optimalen Fertigungsbedingungen kamen auch bei der Produktion und dem
Ausbau des Speichers für EWE NETZ zum Einsatz. Erste Testläufe fanden in
Ahlhorn gemeinsam mit den Projektpartnern statt.
Batteriestationsgebäude für die Energiewende
Mit der Energiewende und dem Umstieg auf regenerative Energieerzeugung kommen
neue technische Herausforderungen auf die Stromnetze zu. Der Strom wird immer
weniger in klassischen Kraftwerken zentral erzeugt, sondern dezentral zum
Beispiel in Windparks, Biogasanlagen oder in Solarkraftwerken. Windenergie und
Solarkraftwerke erzeugen nur dann Strom, wenn der Wind weht oder die Sonne
scheint. Diese Energie steht dann oft sehr schwankend zur Verfügung. Bei viel
Wind droht die Netzüberlastung und Windkraftwerke müssen abgeschaltet und der
erzeugte Strom kann nicht eingespeist werden. Solarkraftwerke produzieren nur
tagsüber Strom und oftmals mehr als im Netz gebraucht wird.
Batteriespeicher sind in der Lage, die Energie zwischen zu speichern und sie in
Zeiten von Flaute oder Dunkelheit wieder abzugeben. Außerdem tragen die
Speicher zur Netzstabilisierung bei.
Die besonderen Vorteile der GRÄPER-Betonstationen liegen in der freien Skalierung in Länge, Breite und Höhe des Baukörpers und die optimale Auslegung des Gebäudes an die individuellen Anforderungen für den Betrieb im elektrischen Verteilnetz.
GRÄPER, als Spezialist für die exakte Planung und Herstellung von begehbaren Betongebäudelösungen für einen sicherheitsrelevanten, technischen Inhalt, unterstreicht einmal mehr Know-how und Innovationskraft und bietet Kompetenz von Anfang an.