20.11.2017
GRÄPER liefert Gebäudelösung für Wasserkraftwerk in Schottland
Die Isle of Skye ist besonders bei Naturliebhabern als Reiseziel beliebt. Die außerhalb der Urlaubszeit sehr dünn besiedelte Insel der inneren Hebriden lockt mit viel unberührter Natur. Tief in das Land eingeschnittene Küstenabschnitte, sanfte Hügel im Süden und Gebirgsabschnitte bis knapp 1000 m prägen die Insel vor dem schottischen Festland. Umweltfreundliche Energieerzeugung durch Wasserkraft trägt dazu bei, die unberührte Landschaft zu erhalten. Dass dafür nicht immer große Staumauern gebaut werden müssen, um diese ressourcenschonende Energieform ohne große Eingriffe in die Umwelt zu nutzen, beweist ein Projekt im Westen der Insel.Ein Kleinwasserkraftwerk mit einer Peltonturbine mit 100kW Leistung wurde in diesen Tagen erfolgreich an das Netz angeschlossen. Das Kraftwerksgebäude für dieses Projekt wurde komplett von GRÄPER mit bereits installierter Turbine nach Schottland geliefert. Zeit und Ressourcenknappheit spielten bei diesem Projekt eine entscheidende Rolle. Zum einen war der Fixtermin für die Einspeisevergütung einzuhalten und zum anderen sparte die saubere und schnelle Montage in den Werkhallen bei GRÄPER Zeit auf der Baustelle. Durch die Insellage ist auf der Isle of Skye nur wenig Baumaterial verfügbar. Sämtliches Material muss aufwändig vom Festland beschafft werden. Auch in diesem Punkt konnte die Lösung mit einer Fertigteilstation gewinnen.
Die begehbare GRÄPER-Fertigteilstation zur Aufnahme der Turbine wurde zentimetergenau für dieses Projekt entwickelt und gefertigt. Aussparungen und Durchbrüche für den Ein- und den Auslass des Wassers aus der Turbine mussten ebenso vorgesehen werden, wie die Montagepunkte der verbauten Peltonturbine selbst. Zur Gebäudeausstattung gehörten ebenfalls eine Niederspannungshauptverteilung mit den unterschiedlichen Abgängen zur Eigennutzung und Einspeisung der Energie sowie sämtliche Kabelverbindungen zur Einbindung des Generators.
Das Wasser für die Turbine wird bei diesem Projekt aus einem kleinen Wasserlauf gewonnen. Eine Rohrleitung führt das Wasser direkt in das Kraftwerksgebäude. 100 Meter Höhenunterschied sorgen für einen Wasserdruck von ca. 10 bar. Ein Durchfluss von 120 l Wasser pro Sekunde ist notwendig um die 100 kW Turbinenleistung zu erzielen. Die umweltfreundlich gewonnene Energie wird sowohl im Eigenbedarf lokal verbraucht und als auch in das öffentliche Netz eingespeist.
Die Idee für dieses innovative Projekt stammt von Prelec Ltd., einem schottischen Unternehmen, welches auf die Entwicklung und den Bau regenerativer Energieprojekte spezialisiert ist. Gemeinsam mit den Ingenieuren von GRÄPER wurde dieses Projekt in kürzester entwickelt, gebaut und umgesetzt.
Über die GRÄPER-Gruppe
Die GRÄPER-Gruppe ist ein mittelständisches Unternehmen mit über 100jähriger Tradition. Unser Produkt- und Dienstleistungsspektrum haben wir in die Geschäftsbereiche Stationen, Baustoffe und Service zusammengefasst. Mehr als 650 Ingenieure, Facharbeiter und Servicekräfte sorgen an sieben Standorten in Deutschland, den Niederlanden und der Slowakei täglich für zukunftsweisende Produkt- und Servicelösungen. Mit unserer langjährigen Expertise und der systematischen Förderung von Innovation tragen wir zum Erfolg unserer Kunden bei.
Der Geschäftsbereich Stationen plant und liefert Stationsgebäude für die Versorgungswirtschaft einschließlich Elektrotechnik. GRÄPER gehört in seinem Segment zu den Marktführern in Europa und realisiert eine Vielzahl nationaler und internationaler Projekte. Mehr als 4.000 komplexe, fabrikfertige Stationen verlassen im Jahr unsere Werke. Anwendung finden die Stationen hauptsächlich in der Energiewirtschaft, Gasinfrastruktur, Telekommunikation oder auch Wasserlogistik. Aktiv wird die Entwicklung und der Bau von wichtigen Zukunftstechnologien vorangetrieben, wie beispielsweise maßgeschneiderte Gebäudelösungen für intelligente Ortsnetzstationen, Energieversorgung für Elektromobilität oder stationäre Batteriespeicher.